Der bröckelnde Deepfake-Vorwurf

Die 48-jährige Schauspielerin hatte ihren Fall lange als Paradebeispiel digitaler Manipulation dargestellt. Schertz’ Statement zwingt nun zur Differenzierung: Es ging offenbar gar nicht um künstlich erzeugte Pornos, sondern um echte intime Aufnahmen anderer Frauen, die unter Fernandes’ Namen kursierten. Damit verschiebt sich der Fokus von KI-Missbrauch auf Identitätsdiebstahl und Online-Stalking.
Juristen unterstreichen, dass das deutsche Strafrecht bereits heute den Versand solcher Bilder ahnde; eine „Gesetzeslücke“ existiere höchstens im Detail. Dennoch bleibt der Imageschaden für Ulmen immens, denn die Öffentlichkeit nimmt voreilig „Deepfake“ wahr – ein Begriff, der nun wankt.
Doch die größte Bühne für diese neue Lesart sollte erst am Abend folgen …