Der Fall hat längst politische Folgen

Dass es inzwischen um mehr geht als nur um einen Promi-Streit, zeigt auch die Reaktion aus der Politik. Bundesjustizministerin Stefanie Hubig hat angekündigt, dass die Herstellung und Verbreitung pornografischer Deepfakes künftig mit bis zu zwei Jahren Haft bestraft werden soll. Ein entsprechender Gesetzentwurf solle in Kürze vorgelegt werden.
Auch Collien Fernandes selbst hat den Fall längst auf eine größere Ebene gehoben. Laut aktuellen Berichten reiste sie sogar vorzeitig vom „Traumschiff“-Dreh in Asien zurück, um in Deutschland mit Politikerinnen über den unzureichenden Schutz vor digitaler Gewalt zu sprechen. Der Fall entwickelt sich damit zunehmend zu einem Symbol für eine breitere gesellschaftliche Debatte über Deepfakes, Identitätsdiebstahl und sexualisierte Gewalt im Netz.