5. Kleidung kaufen wird zur Wissenschaft

Gerade im Bereich Online-Shopping fällt die Entscheidung oft schwer. Ohne Anprobieren kann man nur raten, ob ein Kleidungsstück wirklich passt. Die Begriffe XXL und 2XL verwirren zusätzlich, weil viele Shops sie nicht sauber trennen oder sogar synonym verwenden. Dabei wäre eine klare Kennzeichnung hilfreich, um Fehlkäufe zu vermeiden.
Wer weiß, dass 2XL oft weiter, aber nicht länger ist, kann bewusster auswählen. Eine Lösung wäre, Maße wie Brustweite oder Armlänge direkt anzugeben – doch das ist in der Modebranche bisher nicht Standard. Verbraucherinnen und Verbraucher sind daher oft auf eigene Recherche angewiesen.
6. Experten fordern neue Standards

Der britische Dozent Dr. Simeon Gill plädiert für eine grundlegende Überarbeitung der Größensysteme. Er erklärt, dass Kleidung idealerweise direkt auf Körpermaße abgestimmt werden sollte – wie es bei Männerjeans längst üblich ist. Frauenmode hingegen arbeitet noch immer mit allgemeinen Größen, die kaum auf reale Körperformen Rücksicht nehmen.
Das führe zu Frust beim Einkaufen, unnötigen Retouren und einem unsicheren Körpergefühl. Dr. Gill fordert: „Mehr Größen oder neue Konzepte“ müssen her, um Vielfalt in Körperformen besser abzubilden. Denn: Kleidung sollte sich an Menschen anpassen – nicht umgekehrt.
7. Tipps für den nächsten Einkauf

Wer künftig Kleidung kaufen möchte – ob für sich selbst oder als Geschenk –, sollte nicht nur auf die Zahl, sondern auch auf den Schnitt achten. XXL ist meist enger und eher für linear größere Körper gedacht, während 2XL mehr Komfort an den richtigen Stellen bietet. Auch die Materialangabe, die Passformbeschreibung und eventuell vorhandene Kundenbewertungen können Hinweise geben.
Am besten ist es, Kleidungsstücke bei verschiedenen Marken anzuprobieren, denn auch zwischen Herstellern können die Unterschiede erheblich sein. Wer das weiß, trifft bessere Entscheidungen, spart Geld – und fühlt sich in seiner Kleidung einfach wohler.