Rauhnächte – wenn die Grenze zur Geisterwelt fällt

Vom 24. Dezember bis 6. Januar, so der Mythos, schwinden die Schutzschilde zwischen Diesseits und Jenseits. Rauch von Wacholder, Salbei und Weihrauch soll seit jeher Dämonen vertreiben, die in dieser Frist frei umherschweifen.
Doch die aufsteigenden Schwaden sind nur ein Teil des Rituals. Warum gerade frisch gewaschene Tücher diese Geister besonders reizen sollen, erfahren wir gleich – es wird stürmisch und gefährlich, versprochen!
Die wilden Reiter lauern im Wind

Alte Sagen schildern eine jagende Horde, die in Sturmnächten an Häusern vorbeibraust. Wer während ihrer Fahrt Bettlaken flatternd aufhängt, liefere den Reitern angeblich ihr nächstes Totenlaken – ein Bild, das bis heute Gänsehaut erzeugt.
Ob Aberglauben oder versteckter Sinn – die Reiter erklären noch nicht, warum der Bann speziell Frauen galt. Dieses Rätsel führt uns zu einem heiklen Kapitel, das wir gleich aufschlagen.