Digitalisierung im Discounter-Tempo

Bereits seit Monaten experimentiert Lidl erfolgreich mit SB-Kassen, KI-gestützten Kameras und dynamischer Preisauszeichnung. Bis zum Frühjahr 2026 soll jede zweite der über 3.250 deutschen Filialen auf Selbstbedienungskassen umgerüstet sein – ein Mammutprojekt, das den Personaleinsatz reduziert und Wartezeiten verkürzt.
Die neue Wagen-Optik passt zu dieser Digital-Offensive: Alles deutet darauf hin, dass Kundinnen und Kunden künftig noch stärker selbst Hand anlegen – nicht nur beim Scannen der Ware, sondern schon beim Füllen des Wagens.
Ein unscheinbarer Farbklecks verrät den nächsten Schritt

Wer in Erlangen, Coburg oder Nürnberg genau hinsieht, entdeckt an der Griffstange der Wagen einen leuchtend blauen Aufsatz. Er wirkt stabil, aber keineswegs störend – oft fällt er nur deswegen auf, weil sich das vertraute Silber der Stange an dieser Stelle plötzlich farbig unterbricht.
- Advertisement -
Verkäuferinnen verraten hinter vorgehaltener Hand, dass zunächst nur ein Teil der Flotte umgerüstet wurde: „Wir wollten testen, wie die Kundschaft reagiert.“ Reaktionen reichen von „praktisch“ bis „sieht komisch aus“. Doch der eigentliche Zweck bleibt vielen noch verborgen