Rettungschaos an der Küste – Ego-Kämpfe bremsen die Hilfe

Laut Lehmann versperren sich Sea Shepherd, Greenpeace und lokale Behörden gegenseitig den Zugang zum Einsatzgebiet. Teams mit schwerem Gerät warten untätig, während über Zuständigkeiten gestritten wird. „Wertvolle Stunden verrinnen, weil sich alle profilieren wollen,“ sagt der Biologe sichtbar fassungslos. Dadurch sei die Sandbank weiter verfestigt, der Wal tiefer eingesunken.
Bagger, Airbags und Freiwillige – was bisher versucht wurde

Seit Mittag pumpen Helfer Meerwasser unter den Wal, Bagger tragen Sand ab, und Taucher platzieren Auftriebsairbags unter dem Rumpf. Ehrenamtliche aus der Region versorgen das Tier ständig mit feuchten Tüchern, um die Haut vor Sonne und Austrocknung zu schützen. Die Erinnerungen an die erfolgreiche Befreiung in Timmendorf sind Antrieb – doch die Kräfte des Riesen schwinden sichtbar schneller als beim ersten Mal.