Schwarze Brille, greller Widerspruch

Die getönten Gläser, die Heino wegen seiner Augenkrankheit trägt, wurden zum Markenzeichen – ebenso sein Hang zu ironischer Selbstinszenierung. Kritiker warfen ihm vor, mit seinem „barocken Preußen-Look“ eine völkische Ästhetik zu pflegen, Fans feierten das Augenzwinkern.
In Talkshows parierte er Nazi-Vorwürfe kühl; seine kalkulierte Provokation verhalf ihm zu Dauergästen in Schlagzeilen, in denen er abwechselnd als „letzter echter Entertainer“ oder „Parade-Kitschfigur“ geführt wurde.
Doch erst ein radikaler musikalischer Kurswechsel machte ihn endgültig zur Reizfigur